30. September 2011

Bodega Beira Aral - Arbo - Rias Baixas - Spanien

Die Bodega Beira Aral ist der erfüllte Traum von Lorenzo Francisco und Pepe Alvarez. Da sie für ihre Interpretation ihres Albariños nicht die vorhandenen Strukturen vorfanden, machten sie sich im Jahre 2006 daran, ihre Vorstellungen ihres Albariños umzusetzen. Die Reben werden nicht wie in der Region Rias Baixas sonst üblich im Pergolasystem angebaut, sondern im sehr dicht bestockten Spaliersystem. Mehrmaliges Ausdünnen der Trauben und eine grüne Lese im Wingert verringern zudem den Ertrag pro Hektar, was den Wein vielschichtiger und dichter werden lässt. Die eingesetzten Rebstöcke haben zudem ein Alter von 25 bis 100 Jahren und liefern somit bestes Traubenmaterial. Die beiden Weinbesessenen gehen aber auch im Weinkeller andere Wege. Der Ausbau erfolgt nicht nur in Edelstahltanks, sondern auch in einem neuen 400 Liter-Barrique aus französischer Eiche, wo ein Teil des Weines über längere Zeit auf der Feinhefe liegt und eine regelmäßige Batonnage erfolgt. Die Batonnage ist ein mehrmaliges Aufrühren der Feinhefe, um den Wein auf der einen Seite natürlich zu klären, um ihm aber insbesondere mehr Intensität und Rückgrat zu verpassen. Auch macht ein Teil des Weines die malolaktische Gärung durch, d. h. die Apfelsäure wird in Milchsäure umgewandelt. Dies verleiht dem Wein mehr Schmelz und Komplexität. Das in jeder Hinsicht nur natürlich und manuell gearbeitet wird versteht sich von selbst. Jahr für Jahr werden um die 7000 Flaschen produziert und da die Qualität und nicht die Quantität im Vordergrund steht, soll sich daran in den nächsten Jahren auch nichts ändern. Die Welt braucht mehr von solchen Idealisten!










29. September 2011

Bodega Forjas del Salnes - Meano - Rias Baixas - Spanien

Man könnte es „Sportgeist“ nennen oder aber auch „Blick über den Tellerrand“. Rodrigo Méndez Arosa von der Kellerei Salnes aus Meaño hat das unerhörte Glück gehabt, den begnadeten Önologen Raul Perez aus Bierzo kennen gelernt zu haben. Mit ihm zusammen hat er es geschafft, in der verschlafenen Weinregion Rias Baixas komplett neue Wege der Weinbereitung einzuschlagen. Ob nun der ein oder andere Weißwein eine malolaktische Gärung im großen Fass durchmacht oder aber uralte Rotweinrebsorten wie die Loureiro Tinto oder die Caiño Tinto ins Barriquefass gelegt werden; es werden atemberaubende Ergebnisse erzielt! Man geht komplett neue Wege, indem man zum Beispiel einen Wein zur Reifung ins Meer legt oder auch mit der Rebsorte Pinot Noir experimentiert. Egal für wie spleenig man die beiden halten will, die Sorgfalt der Arbeit im Weinberg und die penible Kellerarbeit und letztendlich die beeindruckenden Ergebnisse geben ihnen Recht. Hier entstehen von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt große Gewächse.







28. September 2011

Adega Anselmo Mendez - Melgaço - Vinho Verde - Portugal

Bereits im Jahr 1998 hat Anselmo Mendes in dem kleinen Örtchen Melgaço, welches sich direkt an den nordportugiesischen Fluss Minho schmiegt, seine Kellerei im Vinho Verde-Gebiet gegründet. Obwohl er viele Weingüter in Portugal berät und auch mit seinen eigenen Weißweinen inzwischen Kultstatus im eigenen Land erreicht hat, sind seine Weine hierzulande kaum bekannt. Er hat sich ausschließlich auf die beiden autochthonen Rebsorten Loureiro und Alvarinho konzentriert. Und er produziert daraus nicht nur eine leichte, animierende Vinho Verde-Weißweincuvée, sondern insbesondere viele spannende Alvarinhovarianten. Dabei begeht er den klassischen Ausbauweg, arbeitet mit langen Hefestandzeiten, baut manche Weine im kleinen Barriquefass aus und hat 2009 sogar erstmals einen Einzellagen-Wein herausgebracht. Es sind allesamt Weine, die macher für sich entdecken muss. Eigenständig, charaktervoll und dennoch klar vinifiziert.








27. September 2011

Intermezzo: Josko Gravner Anfora Breg bianco 2004 - Friaul - Italien

Die Farbe des 2004er Bregs (der aktuelle Jahrgang) von Josko Gravner wirkt sehr gezerrt und oxidativ mit starken bräunlichen Reflexen. Im Duft erwartet man daher eher einen oxidierten Wein, wird aber von der Frische der Cuvée der Rebsorten Sauvignon Blanc, Chardonnay, Riesling Italiano, Pinot Grigio und Ribolla Gialla angenehm überrascht. Im Rachenraum präsentieren sich sehr viele geröstete Nüsse, Waldpilze, Baumrinde und dunkles Brot. Der Wein schmeckt nach Herbst und die wahrnehmbare Salznote erinnert stark an einen Manzanilla Sherry. Insbesondere zu Safrangerichten und großen Krustentieren ein starker Begleiter. Es stellt sich nur die Frage, ob man hier wirklich das Terroir und die Rebsorten herrausschmeckt?


Bodegas Zarate - Meaño - Riax Baixas - Spanien

Eulogio Pomares Zarate führt das 1920 gegründete Weingut Zarate zu neuen Höhenflügen. Auf seinen 8,50 Hektar Land produziert er neben seinem Standard-Albariño noch drei Einzellagen-Albariños, den El Palomar (Der Taubenschlag), Tras da Vina (Hinter dem Weinberg) und den Balado. Der Ausbau dieser drei Einzellagenweine, deren Rebstöcke weit über 100 Jahre alt sind, erfolgt mit extrem langen Feinhefe-Standzeiten, welche den Weinen eine extreme Mineralität, aber auch eine hervorragende Lagerfähigkeit verleihen. Die Granitböden und die in einer Lage bestehenden Kalkböden sorgen zudem für ungeahnte Geschmacksaromen. Es werden auch noch je ein Barrique der Rotweinsorten Loureiro tinto und Caino produziert. Ungeschliffene, aber wahre Edelsteine! Gesamtproduktion: 50.000 Flaschen








Lebensmittelskandal? Wachstumshormone in spanischen Tapas gefunden?

Tatort: Küche.

Meson O Mosteiro - O Castro de Ferreira - Spanien




Chipirones.

Champignons gefüllt mit Knoblauch- Kräutercreme.

Pimientos del Padron.

Gebackene Kalbshaxe.

Rinderfilet mit Waldchampignons.