29. Oktober 2008

Spontanvergoren = Wildes Ding

Die Einzellage und nur ein Barrique: Vidal Soblechero Pagos de Villavendimia Finca La Perdiz 2006

Bei der Einzellage Finca La Perdiz handelt es sich um einen 1 Hektar großen Syrahwingert, den die Familie Vidal gottlob heimlich, still und leise vor elf Jahren bei einer Nacht- und Nebel-Aktion angelegt hat. Der Jahrgang 2006 bescherte der Familie Vidal wieder einen spektakulären Wein. Das Ergebnis ist eimal wieder atemberaubend und sucht in dieser Preisklasse seines Gleichen. Dunkle rote, satte Waldbeeren im Duft und Geschmack, ein Hauch von Gewürzen und weißem Pfeffer gesellen sich zu den Röstaromen des Eichenholzfasses hinzu. Kraftvoll, feinste Gerbstoffstruktur und ein langer Abgang runden dieses Weinhighlight der Region Rueda ab. Das meiner Meinung nach beste Barrique hat, als Einzelfassabfülllung, den Weg ins Tal der Wupper gefunden. Gesamtproduktion: 263 Flaschen.

Die Einzellage und nur ein Barrique: Vidal Soblechero Pagos de Villavendimia Finca Las Sernas Tinta Fina 2006

Von der Einzellage Las Sernas, die vor gut 25 Jahren mit der Edelrebe Tinta Fina bestockt wurde, wurden im Jahrgang 2006 insgesamt nur vier Barriques produziert. Zwei dieser Fässer kommen aus der französischen Küferei Taransaud und die Qualität dieser beiden Fässer ist atemberaubend. Die Farbe glänzt mit einem satten Purpurrot, mit starken violetten Einschlägen. Die Schlieren, die dieser Wein am Glasrand schlägt, wirken träge und zeugen von einer hohen Glycerindichte. Der Duft wirkt fein, elegant und ist mit vielen reifen Beerenfrüchten und dunkler Schokolade hinterlegt. Im Mund wirkt der Las Sernas zupackend, vielschichtig und auf eine subtile Weise elegant und zart, obwohl er im Rachenraum und am Gaumen eine gehörige Kraft entwickelt. Lang und ausdauernd ist der Abgang. Weingenuss für Fortgeschrittene auf allerhöchstem Niveau! Der Wein sollte in jedem Fall drei Stunden vorher dekantiert werden.
Gesamtproduktion: 263 Flaschen.

26. Oktober 2008

Intermezzo: Philippe Pacalet Ruchottes-Chambertin Grand Cru 2006

Philippe Pacalet
Ruchottes-Chambertin
Grand Cru 2006

Die gut 3 Hektar große, seit 500 Jahren bestehende Grand Cru Einzellage Ruchottes-Chambertin an der Cote-d´Or erbringt, herausragende Weinbergsarbeit vorausgesetzt, faszinierende, vor Mineralität und Gewürzen strotzende Weine hervor. Die auf Kalkstein wachsenden Pinot Noir Reben können hier zurecht als der König der roten Rebsorten gefeiert werden. Anfänglich brilliert dieser Ruchottes-Chambertin noch mit reifen Walderdbeeren und einer satten Kirschfrucht, je länger der Wein im Glase verweilt treten allerdings die ganzen Facetten der Traube und des Bodens hervor. Ein Strauß voller subtiler Gewürze, eine stahlige feine Säure, und ein vielschichtiger Abgang machen aus diesem Wein ein wirklich "Großes Gewächs".

1. Weinprobe in der Wuppertaler Schwebebahn im Kaiserwagen. DANKE Wuppertal, DANKE an die WSW und DANKE an alle Beteiligten!

Mit den Weingütern Anthony Hammond/Rheingau, Markus Schneider/Pfalz, Van Volxem/Saar, Monteabellon/Ribera del Duero, Juan Manuel Burgos/Ribera del Duero und Quienta Quietud/Toro.














...und die anschließende Weinprobe in der Schwebebahnwerkstatt









Schwebende Probe mit Jose Felix

video

11. Oktober 2008

Intermezzo: Domaine Fourrier Gevrey-Chambertin 1er Cru Cherbaudes 2002

Domaine Fourrier Gevrey-Chambertin
1er Cru Cherbaudes 2002

Es ist schon erstaunlich was aus einem anfänglichen aggressiven Sauerampferton so alles
werden kann. Nach gut einer Stunde weht
eine leichte Lakritze und Veilchenbrise aus dem
Glas, die ihm Geschmack von reifen Walderdbeeren und einem Hauch Eichenholzwürze unterstützt wird. Auch die knackige Säure stellt sich erst nach
mehreren Gläsern ein. Einer der Weine, wo der
letzte Schluck auch der Beste ist und wo man sich
dann auch ärgert keine weitere Flasche mehr in der Hinterhand zu haben.

Erwischt: Gourmet beim Gaumenfeind!